Warum ist Manuka Honig so teuer?

In unserem Blog-Beitrag ”häufige Fragen Manuka Honig“ haben wir es bereits kurz angesprochen und erklärt, warum Manuka Honig teuer ist!

Gerne veranschaulichen wir das hier in diesem Artikel nochmals etwas ausführlicher für Euch. Manuka Honig kommt nur in Neuseeland vor. Das Land ist mit 258.000 km² relativ klein, zumindest kleiner als Deutschland mit 358.000 km².

Wichtig hier der Vergleich der Einwohnerdichte von nur zirka 19 Einwohnern pro km² in Neuseeland verglichen mit zirka 230 Einwohnern pro km² in Deutschland¹. Denn dieses relativ kleine Land besteht aus vielen Inseln, jedoch kennen wir vornehmlich nur die Nordinsel und die Südinsel. Die Distanz zwischen den beiden Inseln beträgt nur zirka 22 km und es gibt keine Verbindung über eine Brücke oder Tunnel. Jedoch gibt es frequente Fähren. Stellt Euch vor, von den zirka 5,1 Mio. Einwohnern des Landes, hat die Stadt Auckland allein 1,5 Mio Einwohner.

Das sind mehr Einwohner als die totale Einwohnerzahl der gesamten Südinsel von Neuseeland. Ferner hat Neuseeland eine sehr einfache Infrarstruktur, vielmals mit nicht befestigten Landstraßen und kleinen, kurvenreichen regionalen Straßen. Folglich sind Städte wie Auckland oft und an vielen Stellen vom Verkehr verstopft und die weit abgelegenen Gegenden des Landes sind enorm schwer zu erreichen.

Viele Naturschutzgebiete erschweren die Manuka Honig Ernte!

Dazu kommen eine Vielzahl von Naturschutzgebieten. Sicherlich ist das klasse, es spricht für das Land selbst und seine Unverfälschtheit. Denn die Gebiet sind fast alle nicht richtig zugänglich und einige von diesen können bzw. dürfen auch nicht von der Öffentlichkeit betreten werden. Laut der Weltbank gibt es in Neuseeland über 10.000 Naturschutzgebiete, die in verschiedene Kategorien unterteilt werden. Somit entspricht dieses über 32% der Fläche von Neuseeland. Ein enorm großes Areal! Dass hier der Manuka Baum in Ruhe, unter besten Umständen und Frieden gedeihen kann, liegt auf der Hand. Außerdem ist das Land enorm stolz auf seine Unberührtheit, fantastischen Lebensmittel, seinen Wein und seine Landwirtschaft.

Die Hauptprodukte, die produziert werden sind Milch und Fleisch; eine „richtige Industrie“ bzw. ein „produzierendes Gewerbe“, wie wir es gewohnt sind, gibt es gar nicht! Von daher ist das größte Unternehmen in Neuseeland nicht ein Industriebetrieb wie Siemens. Nein es ist Fonterra, ein international agierender Milchkonzern mit neuseeländischen Wurzeln! Umweltverschmutzung und Katastrophen sind glücklicherweise komplette „Fehlanzeige“!

Unendlich weite grüne, saftige Wiesen, saubere Luft, Bäche und Flüsse sind fast schon eine Selbstverständlichkeit in Neuseeland. Dementsprechend trägt die Landwirtschaft sehr stolz zum größten Teil der neuseeländischen Wirtschaft bei. Fast 60% der Exporte Neuseelands im Jahr 2019 waren Güter der Agrarwirtschaft und dementsprechend das Rückgrat der lokalen Wirtschaft.⁴ Aber es gibt im Bezug auf Wachstum und Umwelt auch viele Herausforderungen. Zuerst zu nennen ist hier der Massentourismus, denn im Jahr 2016 stieg die Anzahl internationaler Touristen um zwölf Prozent auf 3,5 Millionen.

Kein Wunder, dass dieses so tolle und in seiner Schönheit schwer zu beschreibende Land 100.000 deutsche Touristen zählte. Das ist eine enorm hohe Anzahl, wenn man die Anreisezeit von mehr als 27 Stunden bedenkt!³ Das bedeutet, dass der Lebensraum der Bienen, die den Nektar unseres Manuka Honigs emsig sammeln, immer stärker eingeschränkt werden wird.

Bienenstöcke teilweise per Helikopter transportiert!

Die Erreichbarkeit der Gegenden, wo der Manuka Busch vorkommt und das damit erschwerte Aufstellen der Bienenstöcke, macht es den Imkern schwer Ihrer Arbeit problemlos nachzugehen! Neben den massiven Distanzen und den weit verteilten Bienenstöcken ist in den meisten Fällen vollkommen unzugängliches Terrain die Normalität. Als Konsequenz müssen die leeren Stöcke per Helikopter zu einem genauen Zeitpunkt in die ergiebigen Gegenden geflogen werden. Nach unmittelbarer Füllung werden die schwer mit Honig bepackten Bienenstöcke zum Betrieb zwecks Weiterverarbeitung geflogen.

Helikopter transportiert Manuka Honig

Helikopter sind teuer in der Unterhaltung und Betrieb, außerdem müssen die Piloten enorm erfahren sein im abgelegenen und gebirgigen Terrain ihr Fluggerät zu steuern. Zudem benutzen Sie spezielle Transport- und Hebe-Systeme. Sie wissen jedoch bestens Bescheid, da sie erfahren und geschulte Manuka Honig Hubschrauber Piloten sind, die dem Beruf viele Jahre nachgehen. Ein enormer zeitlicher und kostenintensiver Aufwand für alle Beteiligten.

Somit sind alle diese Fakten, große Schwierigkeiten für unser tolles Produkt, die bestimmt nicht weniger werden. Aber der Einsatz von Hubschraubern ist die schonendste Art, die Ernte einzufahren, und es ist wichtig, dass wir die Bienen schützen. Da die Imker keine Fahrspuren für Fahrzeuge anlegen oder Wege schlagen müssen, die die natürliche Landschaft freilich beschädigen, ist die Störung des natürlichen Ökosystems minimal.

Auch beim Manuka Honig schlägt die Inflation zu.

Hinzu kommt ein noch relativ selten angesprochenes Phänomen. Es handelt sich hier um die globale Nachfrage aus aller Welt nach so tollen Heilmitteln und Superfoods. Man kann hier geradezu von einem Comeback sprechen, denn nach entspannter und freizügiger Verschreibung von Antibiotika Medizin durch Mediziner überall in der Welt hat dieses zu einer zunehmenden bakteriellen Resistenz der Verbraucher gegen Antibiotika geführt.

Dementsprechend suchen wir Menschen nach Alternativen und viele Konsumenten finden diese in dem tollen Manuka Honig aus Neuseeland. Wenig Angebot bei leicht steigender jährlicher Manuka Honig Produktion mit einem massiven Anstieg der weltweiten Nachfrage, führt zweifelsohne zu einem Preisanstieg. Wo wir wieder beim Thema sind: Warum ist Manuka Honig so teuer? Zum einen haben wir oben die erschwerten Verhältnisse erklärt, was die Ernte angeht.

Zudem zeigt die Manuka Honig Nachfrage Kurve steil nach oben, denn sogar internationale Lebensmittel Discounter bieten die Produkte in ihren Geschäften an. Wie kann es 250g Manuka Honig bei ALDI für EUR 9,99 geben? Außerdem muss es denn sein, dass COSTCO in Kanada UMF™10 500g Manuka Honig Sonderpreise von nur CAD 45,99 in seinen Läden aufruft? Schließlich spielt die Inflation eine große Rolle und macht allen Beteiligten in der Supply Chain zu schaffen. Viele weitere wichtige Faktoren machen Manuka Honig zusätzlich teuer.

Die geringe Anzahl von Erwerbstätigen auf dem Land, meist wohnhaft in kleinen Dörfern, im weit ausgedehnten Land, Neuseeland, mit nur wenigen Großstädten fordert die Imker und Verarbeitungsbetriebe heraus geschultes Personal zu finden. Dazu kommen dann noch relativ hohe Löhne, die zu zahlen sind! Zumal das Land nur zirka 5,1 Mio Einwohnern hat. Weiterhin gibt es neben dem Faktor „Arbeit“ auch noch viele weitere Zusatzkosten zu beachten, die weiter steigen! Beispielsweise füttern die Imker die Bienen zusätzlich mit Zucker an.

Das ist überhaupt nicht illegal, sondern eine generelle Praxis, solange man das Zufüttern nicht übertreibt. Diese Zuckerkosten sind jedoch in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Zur Erklärung: unser Honig wird von Bienen gelagert. Im Winter dient dieser Lagerbestand als eine Art Energiespeicher für Zeiten, wenn die Bienen nicht auf Nahrungssuche gehen. Dafür produzieren die Bienen glücklicherweise mehr Honig, als sie selbst beanspruchen. Somit können wir diesen Honig entnehmen, ohne den Bienenvölkern zu schädigen.

Last but not least, Miete und Fabrikkosten steigen langsam aber ständig an. Mit steigender Inflation gibt es ebenfalls einen Anstieg der Zinsen, was die Kosten weiter erhöht.

Die wichtige Manuka Honig Zertifizierung!

Kanuka Honig Zertifikat

Außerdem wollen wir dem Konsumenten 100%ige Sicherheit geben, dass diese bei uns authentischen Manuka Honig kaufen! Der Imkerbetrieb und wir als Inverkehrbringer belegen die Authentizität durch Zertifikate, die wir von akkreditierten Laboratorien in Neuseeland nach extensiven Labortests erhalten. Hier ist die Nachfrage bei relativ geringer Anzahl von Testlaboren gestiegen, was zu längeren Lieferzeiten und höheren Preisen führt. Schließlich ist der Export Prozess aus Neuseeland heraus hoch reglementiert und ist zu dokumentieren. Hier ist jeder Hersteller im regen Austausch mit dem MPI.

Das ist die lokale Behörde, vergleichbar bei uns mit dem Veterinäramt. Das MPI unterstützt die Hersteller in vieler Hinsicht; zum Beispiel bei der Regulierungsberatung, dem Export und der Lebensmittelsicherheit. Auch der Import nach Europa ist enorm stringent, wo diverse Zertifikate benötigt und eine Vorstellung beim Veterinäramt an der ersten Grenzstelle Europas zwingend erforderlich ist. Die letzte Prüfinstanz, der Zoll, schlägt dann noch mit fast 20% Zoll zu Buche, da Neuseeland und Europa kein Präferenzabkommen haben!

Was kostet Manuka Honig durchschnittlich?

Natürlich variieren die Kosten und damit der Preis von Manuka Honig stetig. Wer vor Weihnachten Waren aus Uebersee importiert hat sicher mit höheren Kosten zu rechnen als im Sommer. Das ist in vielen Branchen der Fall. Zudem gibt es enorme Preisunterschiede von Marke zu Marke, aber wir haben hier mal zirka Preise für den Honig pro 100 g für Euch vereinfacht dargestellt.

 

80+ MGO Manuka Honig Ab zirka EUR 5,00 pro 100 g
260+ MGO Manuka Honig Ab zirka EUR 10,00 pro 100 g
500+ MGO Manuka Honig Ab zirka EUR 16,00 pro 100 g
830+ MGO Manuka Honig Ab zirka EUR 29,00 pro 100 g

 

FAZIT: Bestimmt ist es ein Traum vieler Imker und Konsumenten, die Teebaum Plfanze in Europa anzupflanzen und dann den Manuka Honig in Europa ernten zu können. Aber leider wächst die Südseemyrthe nur an dem schönen und unberührten Platz, den wir als sein zu Hause kennen: Neuseeland.

QUELLVERWEISE: ¹ laenderdaten.info ² Mitteldeutsche Zeitung vom 28.02.2017 ³ Apiculture Report https://www.mpi.govt.nz/dmsdocument/40849-2019-apiculture-monitoring-report ⁴ Ministry of Primary Industries (New Zealand government) – (mpi.govt.nz)